Über uns

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Ein Fahrerlebnis der besonderen Art bietet sich am Hang des Nerobergs. Wer den Weg zu Wiesbadens schönstem Aussichtspunkt nicht zu Fuß zurücklegen möchte, dem steht ein historisches Verkehrsmittel zur Verfügung: Die Nerobergbahn, die zweitälteste mit Wasserballast betriebene Drahtseil-Zahnstangenbahn Europas. Schon zu Kaiser Wilhelms Zeiten rumpelten die beiden kleinen gelb-blauen Bergbahnwagen mit 7,3 km/h Wiesbadens Hausberg hinauf und hinunter. 3,5 Minuten reine Fahrtzeit brauchen sie heute wie damals, um von der Talstation über das Viadukt hinauf auf die 245 Meter hoch gelegene Bergstation zu gelangen. 

440 Meter müssen sie zurücklegen und eine Steigung bewältigen, die bis zu 25 Prozent beträgt. Eine Herausforderung, die die Nerobergbahn schon seit 1888 ohne Zwischenfälle meistert. Zu verdanken ist das dem genial anmutenden Antriebssystem der Nerobergbahn: Der talwärts fahrende Wagen wird an der Bergstation mit bis zu 7.000 Liter Wasser befüllt und zieht an einem Stahlseil den anderen Wagen bergauf. Kommt der talwärts fahrende Wagen unten an, wird das Wasser abgelassen und wieder bergauf gepumpt. Beide Wagen sind durch ein 452 Meter langes Stahlseil verbunden. Die Geschwindigkeit regelt der talwärts fahrende Wagenführer. Die Sicherung erfolgt durch Zahnräder unter den Wagen, die in eine auf der Gleisanlage befestigte Zahnstange greifen.

 

Noch heute bietet sich den Besuchern des Nerobergs fast das gleiche Bild wie vor mehr als 100 Jahren. Vor einer traumhaften Kulisse steht der Nerobergtempel, unter dem sich zugleich das bergseitige Wasserreservoir der Nerobergbahn befindet. Doch nicht nur der herrliche Weitblick über den Rhein bis zu den Höhenzügen des Odenwaldes lockt auf Wiesbadens Hausberg.

Der Neroberg ist auch ein idealer Ausgangspunkt, um in den weiten und stillen Wäldern des Naturparks Rhein-Taunus auf gut ausgebauten Wegen stundenlange Wanderungen zu unternehmen. Ein Walderlebnispfad, der Kletterwald, die russische Kapelle, eine Ausflugsgastronomie sowie das Opelbad, eines der schönsten Freibäder Deutschlands, sorgen ebenfalls für die besondere Attraktivität des Nerobergs, den die Wiesbadener liebevoll ihren „Hausberg” nennen.

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